32 Gedanken zu “Gunnar Kaiser gegen den Schattenmacher: Libertarismus, Freiheit & Identität! HW#42”

  1. es ist gunnar nicht zur last zu legen, dass der schattenmacher elementare funktionen/wirkungsweisen und auswirkungen der prg, der freien marktwirtschaft und praxeologie sowie der thymologie nicht versteht. der schattenmacher führt berechtigte kritikpunkte an, die ich selber 7 jahre über libertären entgegnete, bevor ich den libertarismus bzw. die prg im ganzen verstanden hatte. diese kritik löst sich in luft auf, sobald man das konzept gänzlich verinnerlicht hat.

  2. Hm, es scheint so, daß Gunnar Liberalismus mit Anarchismus verwechselt. Eine anarchistische Gesellschaft ist als solche jedenfalls nicht stabil. Wir kommen ja im Grunde aus der Anarchie. In der Steinzeit gab es keine Staaten.

    Doch Menschen müssen sich organisieren, wenn sie überleben wollen. So entstanden Stämme in denen die Stärksten zu Häuptlingen wurden und so sind die Monarchien entstanden. D.h. eine anarchistische Gesellschaft führt immer zu Unfreiheit, paradoxerweise.

    Deshalb wird eine z.B. kommunistische Revolution auch nie zu freiheitlichen Verhältnissen führen, denn eine solche Revolution bedeutet die Zerstörung der bestehenden Verhältnisse, also Herstellung eines anarchischen Zustandes, aus dem dann eine neue Gesellschaft entstehen soll.

    Das würde aber die Existenz eines ganz neuen Menschen voraussetzen, der nicht die alten Wege einschlägt, also nicht eine Form der Monarchie errichtet. Ich denke die real existierenden kommunistischen Monarchien wie z.B. in Nord-Korea sprechen für sich selbst.

    Politische Systeme die einen neuen Menschen benötigen, sind zudem immer menschenfeindlich, denn es wird sich die Idee entwickeln, daß man bei der Entwicklung zum neuen Menschen durch Auslese nachhelfen muß, was zum Phänomen des Demozid führt, also daß Regierungen die eigene Bevölkerung dezimieren lassen, wie es Stalin, Mao, Pol Pot etc. dann auch fleißig praktiziert haben.

    Echte Liberalität kann es also nur geben in einem aufgeklärten Staat in dem Regeln existieren welche die Freiheit der Bürger ermöglichen. Absolute Freiheit kann es ja nicht geben, denn meine Freiheit ist auch die Freiheit des Anderen, die meine Freiheit begrenzt. Das muß aktiv organisiert werden und entsteht nicht spontan aus der Anarchie.

    1. 5h über Libertarismus debattieren und nicht einmal auf die Idee kommen, dass Herr Kaiser nur so einer lächerlichen, total absurden historisch irrelevanten Strömung angehört, für die jeder ernsthafte Kämpfer für Freiheit nur Spott und Häme übrig hat. Was ihr braucht ist Bildung.

      Eigentum ist Diebstahl!

  3. 42, die Antwort auf alles und den Sinn des Lebens oder so ein Scheiß, auch die Nummer der heutigen Honigwabe, welche auch noch die allerlängste bis jetzt war, mit einem “Duell” der “Intellektuellsten” unter uns. Zufall? Göttliche Fügung? wer weiß das schon.

    Schöne Folge welche ich mir über die Tage verteilt qualvoll reingezogen habe.
    Der Schattenmacher hat aber, auch wenn er etwas wirr scheint durch den Haufen an Ideen und Verstrickungen die er aufbaut im Laufe des Gespräches, meiner Meinung nach besser argumentiert.

  4. Meine Güte geht einem der Gunnar auf den Sack. Nicht nur dass er alle 5 Minuten das gleiche weinerliche Argument bringt, dass der Schattenmacher anonym ist – “irgend so ein anonymer Schwurbler aus dem Internet […] Ja, ich will dich nicht kritisieren dafür” hmm, ja klar Gunnar – sondern er hat überhaupt keine Position, die für mich erkennbar ist.

    Wann immer der Schattenmacher einen berechtigten Einwand bringt, wählt Gunnar aus den folgenden Argumenten aus:
    (1) Es gibt ja keine libertäre Gesellschaft, daher ist dein Argument ungültig
    (2) Es gäbe wenn dann libertäre Privatstädte, und die Unternehmer dort wären weise und gütig und schlau und toll und würden das Problem vorhersehen und dagegen handeln
    (3) Wenn du das Argument selber glauben würdest, warum machst DU dann nichts dagegen?
    (4) In anderen Staaten existiert das Problem auch! Ha!

    Wie kann sich so jemand in eine Debatte begeben?

  5. Ich hab so das Gefühl, dass die Argumentation in der Privatstadt ein wenig am eigentlichen Konzept vorbeirauscht… Man mag mich da mal etwas aufklären oder ich hab das Argument einfach nicht verstanden, aber für mich, jemand der von dem Konzept noch nicht viel gehört hat stellt sich aus der Argumentation abgeleitet eine einfache Frage:
    “Wie kann es sein, dass es in einer Privatstadt, in der Leistung und/oder Beteiligung in Form einer Zahlung gefordert wird – es quasi die Existenzberechtigung für Jedermann dort ist – es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind zu dieser Privatstadt beizutragen, in welcher Form auch immer?”
    Die Prämisse ist hier dann ja völlig verdreht, da diese Person aufgrund der fehlenden Leistungsmöglichkeiten gar nicht die Berechtigung hätte, in dieser entsprechenden Privatstadt zu leben. Heißt diese Argumentation ist in dem Moment irrelevant, da dieser Fall aufgrund des Konzeptes hinter der “Privatstadt” gar nicht auftreten kann/darf, da es ja auch vertraglich geregelt wäre.

    Dazu sei angemerkt: Die Kritiken zum Konzept dahinter hab ich mir mal durchgelesen und oftmals fiel das Wort “Neokolonialistisch”. Ab da weiß ich auch schon aus Erfahrung mit Argumentation von solchen Verfechtern, dass es eigentlich nur die ärgert, die sich das Konzept der freien Privatstadt nicht leisten könnten oder es moralisch verwerflich fänden, da es ja ein sehr gern genutztes Schlagwort der all-inclusiven PC Gemeinde ist, welche gern nach dem Motto agiert: “Mehr Rechte und weniger Pflichten für uns weil Menschlichkeit du dumme weiße Nazisau.”

    1. Ich denke, anfangs gibt es tatsächlich keine solchen Personen, die werden sozusagen in den umliegenden Staaten “zurückgelassen”. (Das wäre Manfred aus dem Plattenbau.) Aber es kann ja passieren, dass du schon fünf Jahre in der Stadt wohnst und dann schwer krankt wirst, irgendwie deinen Job verlierst oder deine Firma pleite geht. Im Idealfall hast du dafür natürlich eine Versicherung. Aber was ist, wenn du in der Stadt Kinder bekommst, verstirbst und kein allzu großes Vermögen hinterlässt – und deine Kinder sind Taugenichtse? Vielleicht hast du dich abgesichert, dass sie bis 18 versorgt werden, aber spätestens ab dann kannst du Leute in deiner Stadt haben, die nicht zahlen können und auch sonst nichts.

  6. Bei dem Messerangriff/Tötung in Münster hat ein 61 jähriger einen Jüngeren Vater erstochen weil dieser zu laut telefoniert hat. Direkt bei mir um Ecke

  7. @Christian:
    Erstmal super arbeit, danke dafür.
    Wenn der Stream läuft und man kommentiert –
    ist ja häufig so, dass man seine Gedanken DANN teilen will – dass beim Abschicken der Stream wieder bei Sekunde 0 anfängt.
    Ich schätze deine Arbeit, wollte nur konstruktive Kritik da lassen.

  8. Man könnte doch in den Folgen propagieren, dass Kritik auch unter den Folgen hier geschrieben werden kann. Dann kann diese nicht mit zensiert werden.

  9. Argumentieren 3 gegen 1 gunnar ist ein Ehrenmann!
    Ich werd mir die 5 Stunden genussvoll in den Ohren zergehen lasse, die hälfte meiner favorite Youtuber in einem Stream. (mein Rechner is voll mit Ektoplasma)

  10. Man merkt sehr stark das Gunnar keine Ahnung hat wie die Welt und die Wirtschaft funktioniert.
    Das Angebot einer solchen freien Stadt würde sich nicht wie er argumentiert an Menschen orientieren, sondern in erster Linie an Unternehmen.

    Wenn die Unternehmen sich in der freien Stadt ansiedeln kommen die Menschen von alleine, alleine schon aus dem Grund das so eine freie Stadt einen solch starken Wettbewerbsvorteil hätten, dass Arbeitnehmer nur die Wahl hätten Arbeitslosigkeit oder in der freien Stadt arbeiten.

    Und im Interesse der Unternehmen wäre nun mal ein großer Arbeiterpool von Niedriglohn Arbeitern und vertraglich festgelegtes Verbot von Gewerkschaft, Streikrecht usw.

    Man hätte also die Oberschicht, welcher es im Vergleich zu jetzt sehr viel besser geht und im Gegensatz die Unterschicht eine Lebensqualität hat ähnlich wie die Arbeiter zu Beginn der Industrialisierung.

    “Wenn es den Leuten nicht gefällt können sie ja in eine andere Stadt ziehen” ist halt auch ein total beknacktes Argument. Die Jobs würden alle in den freien Städten sein so das indirekt ein Zwang wäre dort zu arbeiten, und sei es nur als Pendler. Besonders da kein Staat in Europa z.b sich mehr die Sozialleistungen leisten könnten, wenn es in Europa solche Städte geben würde was die Leute noch mehr zwingen würde dort zu arbeiten für einen Hungerlohn.

    Deshalb wäre es auch die Pflicht aller Staaten mit Sanktionen den Erfolg dieser Städte zu verhindern und auch notfalls militärisch zu intervenieren.

    1. Trotzdem wichtig und interessant alles zu diskutieren.
      Nur so kommt jeder einzelne seiner eigenen Wahrheit näher.
      Ich merk selbst auch oft erst beim argumentieren, dass mein Standpunkt überarbeitet werden muss. Das macht doch nichts. Nicht alles wofür oder wogegen man argumentiert muss die eigene Meinung sein. Man stellt die Gedanken lediglich zur Diskussion.

    2. Klassischer Lehrer eben 😀 Die sind (fast) alle weltfremd. Der pupst fröhlich seine “wir sind alle toll, lieb , gleich” Ideen raus und der Schattenmacher erklärt ihm warum das nicht geht bzw. welche Bedenken er hat. Und der Schattenmacher hat öfter Recht als Unrecht in der Diskussion.

    3. Das ist urlinke Kapitalismuskritik, die übersieht, daß Erwerbsarbeit keine Ausbeutung der Arbeiter ist. Der Arbeiter bietet seine Arbeitskraft an, und die Unternehmen fragen Arbeitskraft nach. Die Unternehmen suchen qualifiziertes Personal und kaufen Arbeitsleistung auf dem Arbeitsmarkt ein. Der Preis auf dem Arbeitsmarkt ist der Lohn. Qualifiziertes Personal erzielt einen hohen Preis auf dem Arbeitsmarkt. Nichtqualifiziertes Personal muß sich qualifizieren, um aufzuschließen.
      Gerade die Drohung, woanders hinzuziehen, zwingt die Unternehmen, bessere Arbeitsbedingungen anzubieten. Zudem sind freie Städte zwingend demokratisch organisiert, so daß die Mehrheit der Leute die Minderheit der Fabrikanten überstimmt.
      Deshalb ist die Gefahr bei den freien Städten genau das Gegenteil: Wenn Schmarotzer und Faulpelze die Oberhand gewinnen, können sie die anderen zwingen, für sie zu arbeiten. Die Wegzugmöglichkeit bzw. die Freiheit, woanders eine freie Stadt nach eigenem Gusto zu gründen, ist hier der Ausweg. Die Leistungsstarken ziehen weg in eine neue freie Stadt; die alte mit den zurückgebliebenen Schmarotzern zerfällt.

      1. Die Realität zeigt was anderse und zwar, dass die Industrie gerne mal dahin abwandert wo sie am günstigsten Produzieren kann die einzige Ausnahme sind Facharbeiter, alles andere ist am Arsch.

        Die normale Putzfrau z.b dürfte wenn sich so ein Konzept durchsetzt wesentlich weniger verdienen und ich hätte gerne ein LOGISCHES Argument wieso eine Putzfrau die 48 Stunden die Woche eine harte Knochenarbeit macht weniger verdienen sollte als es heute der Fall ist.

        Eine Freie Stadt welche einen Mindestlohn hat wäre für Unternehmen uninteressant, weil ein Unternehmen große Wettbewerbsnachteile hätte. Wie gesagt, die Textilindustrie ist ein schönes Beispiel bei diesen Prozessen.

        “Gerade die Drohung, woanders hinzuziehen, zwingt die Unternehmen, bessere Arbeitsbedingungen anzubieten.”

        Das wird dich entäuschen aber so Funktioniert das nicht, eine Freie Stadt die zu wenig Unternehmen anlockt wird niemals Lebensfähig sein weshalb ihre Zielgruppe die Unternehmen sind, nicht die Menschen.

        Und Unternehmen wollen nur soviel Bezahlen wie nötig. Das bedeutet
        Facharbeiter = höhere Lähne als jetzt
        Geringqualifizierte = geringere Löhne als jetzt

        Die Menschen kommen von ganz alleine wenn die Unternehmen erst mal in die lukrativsten Städte umgezogen sind.

        Übrigens ist die Selbstverwirklichung mit Studium/Ausbildung für mich kein Grund wieso die Putzfrau jetzt noch weniger Verdienen sollte.

        Dazu sollte erwähnt sein das viele die heute in Deutschland einen tollen Job haben das vorallem dem Sozialsystem in Deutschland zu verdanken haben das jeder studieren kann.

        Wieso sollten die “Leistungsträger” in eine Freie Stadt ziehen wo sie den Kindern der “Schmarotzer und Faulpelze” auch noch das Studium ermöglichen. Oder z.b den Kindern erwähnter Putzfrei die 48 Stunden die Woche Arbeitet. Das würde ja mehr Steuern bedeuten und weniger Geld für für Unternehmen/Facharbeiter.

  11. Zur Info, ich habe meine Tassen bekommen, aber keine Erstattung.

    Sehr schöne und anregende Folge, hat mir den heutigen Tag versüßt.
    Ladet die beiden gerne noch einmal zusammen ein.

  12. Hier nen Tipp für alle die es als mp3 am Handy hören wollen.

    Ladet das Video hier runter und stellt die Datei Endung auf.m4a.

    Dann wird das Video in voller Größe als Audio Datei gespeichert.

    Jeder Android Player kann es so ohne konvertieren abspielen.

    Nachteil ist die immense Größe. Hier 2gb.

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